3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Grande-Synthe - Ostende

Etappe 42: 59 km

Das „platte land”, das „Vlaanderland” - das war heute die Landschaft, die wir durchquerten. Weiter nördlich ging es nicht mehr, und der Anstieg heute betrug satte 100 m.

Nachdem wir Dunkerque durchfahren hattem radelten wir hinter Zuydcoote durch eine Dünenlandschaft und kamen quasi an der Grenze zu Belgien auf plattem Land wieder an einen Kanal, dem Nieuwpoort-Dunkirk-Kanal, der wenige Kilometer vom Meer entfernt parallel zur Küste verläuft. An den Radhinweisen merkten wir, dass wir uns nicht mehr in Frankreich befanden. Es war ein unscheinbares Hinüber von einem ins andere Land, wenngleich Häuser und Gärten eine Spur propperer schienen.

An einer Ecke in Adinkerke bemerkten wir ein geöffnetes Café, das erste seit mehreren Tagen, in dem wir pausierten und Sonne und Kaffee genossen. Auf prima Wegen, oft begleitet oder überholt von Schülergruppen, die mittwochs früher Schluss hatten, fuhren wir Richtung Ostende. Schon von weitem konnten wir eine schier unaufhörliche Kette von Hochhäusern sehen.

Diese säumten von Middelkerke bis Ostende schier ununterbrochen den Nordseestrand und waren nach unserem Empfinden baulich so hässlich, dass man es kaum fassen konnte. Tausende von Fenstern waren zur See gerichtet. Die Hochhäuser wirkten wie paradierende, in Reihen aufgestellte Bauklötze.

Im Hotel du Parc - ein schönes altes Haus im Zentrum, quartierten wir uns ein und hatten dann eine Weile zu tun, Zimmer für die zwei letzten Etappen zu finden. Die Preise in Herentals und Maastricht waren astronomisch hoch. Als wir dann vor die Tür traten, schienen die Bürgersteige im Hochklappen begriffen. Kurz vor sieben Uhr kauften wir gerade noch etwas im einzigen Lebensmittelgeschäft weit und breit ein und gelangten rechtzeitig in eine Brasserie, die bis 19 Uhr Mahlzeiten anbot. Spaghetti bolognaise, die sehr gut schmeckten, füllten unsere Mägen.

Die Straßen waren menschenleer. Was war geschehen? Vielleicht war es auf der langen Strandpromenade anders, hier jedenfalls war nur noch die Straßenbahn zu hören.

Übernachtung

  • Hotel du Parc
    gut

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