3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Givors - Tournon-sur-Rhône

Etappe 12: 81 km

Die Sonne und du

Gutes Frühstück im Garten des Kyriad. Die Unterkunft hatte uns gut gefallen, sehr bemüht und freundlich.

Die Tageshitze konnte man schon spüren, als wir früh auf der von Glassplittern übersäten Straße - der Unrat auf den Straßen hatte seit Lyon deutlich zugenommen - auf den Radweg rollten. Bis kurz hinter Vienne war es eine schöne Fahrt auf gutem Belag und mit die Seele erfrischenden Blicken auf das östliche Ufer.

Danach sackten Fahrfreude und Unterhaltungswert der Landschaft deutlich ab. Die Strecke war holperig, stumpf, grobkörnig, nicht mehr sinnvoll ausgeschildert, und die Landschaft war eintönig geworden. Rund 233 km von der Mündung entfernt, schenkte man den Informationen Glauben, fand sich endlich eine Kaffeebude, in der wir uns mit Fruchteis erfrischten.

Das war nötig, denn auch danach überwog die landschaftliche Eintönigkeit und machte etwas müde.

Einige Kilometer vor Tournon wurde die Umgebung abwechslungsreicher. Im Städtchen angekommen, kauften wir Wasser und kehrten dann im Amandiers ein. Wir versuchten dann vergeblich, für den nächsten Tag ein Zimmer in Montélimar zu buchen. Weder dort noch in der Umgebung gab es Vakanzen. So blieb uns nur die Verlängerung des Aufenthalts um einen Tag. Nachdem dies mit dem Hotel geregelt war, buchten wir für den übernächsten Tag ein Zimmer im B&B Montélimar und gingen Richtung Centreville.

In der uns von früheren Aufenthalten bekannten Pizzeria bekamen wir den letzten freien Tisch neben einem wohnmobilfahrenden Ehepaar aus Mönchengladbach - beide ebenfalls im Rentendasein lebend. Daraus ergab sich ein lebhaftes Gespräch über Gott und die Welt. Das war ein netter Abend.

Ruhetag in Tournon

Das Frühstück gab es im gemütlichen Garten. Anschließend fuhren wir in den Ort, um Wasser zu kaufen und einen Tisch für den Abend zu reservieren. Leider hatte die Pizzeria geschlossen, weil der Ofen repariert werden musste. So folgten wir dem Routenvorschlag des Gastgebers und radelten auf die östliche Rhône-Seite, zunächst nach der Rhone nach Tain l´Hermitage und weiter nach Roche de Glum. Dort legten wir eine kleine Kaffeepause ein und kehrten auf der westlichen Seite nach Tournon zurück. Nach einer längeren Mittagspause am Fluss kauften wir nochmals Mineralwasser - wir hatten nun einen Vorrat von 10 l.

Nach einer Siesta stockten wir im Bio-Laden die Nussvorräte auf und ließen uns in einer Brasserie am Place du Théatre nieder, wo wir Hamburger mit Salat bzw. Ravioli au Saumon aßen. Dazu tranken wir einen Weißen von der Ardéche. Durch die leeren Straßen gingen wir zurück ins Hotel. Ein ruhiger Tag, ein Ruhetag.

Übernachtung

  • Hotel Les Amandiers
    gut

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