3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Biel - Yverdon-les-Bains

Etappe 6: 82 km

Gast in Hauterive

Heute stand eine See-Tour auf dem Programm. Zunächst musste jedoch das Frühstück bewältigt werden: je ein Apfel, vier Toastscheiben, labbrige Wurst und Käse sowie Birnen- und Pflaumen-Marmelade. Wenigstens der Kaffee schmeckte, und zum Glück hatten wir gestern reichhaltig gegessen.

Als wir die Räder aus der Garage schoben, hörte es zu regnen auf. Welch gutes Omen - wenn auch zeitlich begrenzt.

Wir absolvierten die 4 km lange Abfahrt bis zum Bielersee, den wir zunächst ein gutes Stück auf der stark befahrenen Landstraße entlang radelten. In einem Biker-Lokal mit schöner Aussicht auf den See tranken wir noch einen Kaffee und setzten bei gutem Wetter die Fahrt fort.

Landschaftlich bot der See für unseren Geschmack kaum optische Glanzlichter, und die Fahrt auf dem Velostreifen war eintönig. Immerhin, und das war prima, gab es diesen Streifen, der genügend breit war.

Auf halber Strecke nach Neuenburg begann es zu regnen, und wir hatten Gelegenheit, alle möglichen Optionen der Capes auszuprobieren. Im Ernstfall sollst Du sie erkennen. Wir hatten mit dem Kauf eine gute Wahl getroffen. Zwischen Bieler- und Neuenburgersee bot uns eine Bäuerin freundlicherweise Unterschlupf in der Scheune zwischen roten Zwiebeln an, wo wir warteten, bis der stärkste Regen vorübergezogen war.

Kurz vor Mittag erreichten wir den Neuenburgersee, der uns deutlich besser als der Bielersee gefiel, was sicher auch daran lag, dass wir nicht mehr auf der großen Straße fahren mussten. In Neuenburg fuhren wir lange die schöne Seepromenade entlang, fotografierten uns neben Statuen aus der Belle Epoque am Quai Ostervald und verzehrten später noch ein Thunbaguette zum Kaffee.

So allmählich hörte der Regen auf, die Sonne ließ sich blicken, aber ein heftiger Wind stand uns immer wieder im Wege, vor allem nun, da es die Hänge hoch auf eine Route ging, die schöne Ausblicke bot, aber eben auch Anstiege nötig machte.

Das Hotel in Yverdon-les-Bains war leider gar nicht so leicht zu finden. Wir fuhren quasi einmal um den Pudding herum, bevor wir es erreichten. Eine erstklassige Dusche mit allerdings arg spießigem Duschvorhang munterte uns auf, und wir spazierten ins Zentrum, wo wir. in einer Brasserie zwei Blonde tranken, anschließend ein Haus weiterrückten, um in einem vietnamesischen Lokal das Menü aßen. Danach ging es drei Meter zurück in die Brasserie, wo wir das Abendbier genossen und Ute die Spatzen mit Erdnüssen versorgte.

Durch die abndliche Kühle spazierten wir zur Prairie zurück. Kein Regen!

Übernachtung

  • Hotel La Prairie
    ansprechend

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